"Installation"
von Silvia Pfister-Stanjek, Malerin
Wiltrud Kuhfuss, Malerin und Grafikerin
und der Osteoporose SHG, vertreten durch Hedwig Dotzel
Im Kunstobjekt von Wiltrud Kuhfuss und Silvia Pfister-Stanjek stehen sich auf filigranen Flächen zwei Menschen-Bilder gegenüber. Der junge Körper, aufrecht und selbstbewusst, begegnet der kranken Gestalt. Farbige Kunstblumen schmücken und versinnbildlichen Sorglosigkeit, Weltoffenheit und blühendes Leben. Eine Kette von Sonnenblumen deutet das stabile, gerade und bewegliche Rückgrat an, geöffnete Arme die Lust an Geselligkeit und Kommunikation.
Ganz anders der an Osteoporose erkrankte Mensch gegenüber. Knochenbrüche und Versteifungen haben den Rücken gekrümmt, der Oberkörper ist zusammengesackt und die Arme erscheinen endlos lang. Die mit filigranen Drähten dargestellte Kontur der Figur ist von Unsicherheit und Schmerz gezeichnet. Graue Federn schmücken das Haupt in der Hoffnung auf Anerkennung und Erlösung aus der Einsamkeit. Der Innenraum zwischen den beiden Darstellungen könnte als Zeit gedeutet werden, in der sich der oben beschriebene Wandel vollzieht - langsam, unmerklich, kaum sichtbar. Die beiden Seitenbahnen begrenzen diesen gedachten Raum und geben Auskunft über die mögliche Befindlichkeit dieser beiden Menschenbilder.
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